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GesundPass

Sicherheit und Datenschutz

Ihre Gesundheitsdaten gehören Ihnen.

Sie bleiben, wo immer es geht, auf Ihrem Gerät. Was den Server erreicht, ist verschlüsselt. Und jede Weitergabe ist Ihre einzelne Entscheidung – keine Voreinstellung.

Auf dieser Seite steht beides: was das technisch heißt, und wo die Grenzen liegen.

Vier Grundsätze

Datensparsam

Was nicht erhoben werden muss, wird nicht erhoben. Der Server speichert keine medizinischen Klartexte.

Lokal zuerst

Gesundheitsdaten werden so weit wie möglich auf Ihrem Gerät verarbeitet – einschließlich der Texterkennung eingescannter Dokumente.

Freiwillig

Ein Backup ist standardmäßig aus. Aktivieren, Deaktivieren und Löschen sind drei getrennte Vorgänge.

Bewusst geteilt

Keine pauschale Akteneinsicht, sondern Freigaben je Dokument – einsehbar und jederzeit widerrufbar.

Im Einzelnen

Alles hier ist umgesetzt und in Betrieb. Was es noch nicht ist, steht weiter unten.

Ihr Passwort

Ihr Passwort wird bei uns nicht gespeichert – nirgends. Beim Anmelden rechnen wir es in eine lange Zeichenfolge um, aus der sich das Passwort nicht zurückrechnen lässt, und vergleichen nur diese. Wer unsere Datenbank stiehlt, findet darin kein einziges Passwort.

Fachlich: Argon2id. Das Verfahren ist absichtlich langsam und speicherhungrig – das macht massenhaftes Durchprobieren unbezahlbar.

Ihre E-Mail-Adresse

Ihre Adresse liegt verschlüsselt in der Datenbank. Damit wir Sie beim Anmelden trotzdem wiederfinden, speichern wir daneben einen Erkennungswert: eine Art Fingerabdruck der Adresse. Aus ihm lässt sich die Adresse nicht zurücklesen – zum Wiederfinden reicht er.

Fachlich: Verschlüsselung mit XSalsa20-Poly1305, Suche über einen HMAC-SHA-256-Wert.

Angemeldet bleiben

Nach dem Anmelden bekommt Ihr Gerät einen Ausweis: eine lange Zufallsfolge, die für sich genommen nichts bedeutet und nichts über Sie verrät. Auch davon liegt bei uns nur ein Abdruck. In Ihrem Konto sehen Sie jedes angemeldete Gerät und können es einzeln abmelden – etwa ein Handy, das Sie verloren haben.

Fachlich: Zufällige Sitzungstoken ohne Inhalt, in der Datenbank nur als Hash. Ablauf und Widerruf jederzeit.

Der Weg durchs Internet

Alles zwischen Ihrem Gerät und GesundPass ist unterwegs verschlüsselt – dasselbe Verfahren wie beim Online-Banking. Ein unverschlüsselter Aufruf wird gar nicht erst beantwortet, sondern umgeleitet. Ihr Browser merkt sich das und nimmt beim nächsten Mal von vornherein den sicheren Weg.

Fachlich: Ausschließlich HTTPS, die Umleitung wird per HSTS erzwungen.

Wenn jemand Ihr Passwort raten will

Nach wenigen falschen Versuchen ist für eine Weile Schluss. Dasselbe gilt fürs Anlegen von Konten, damit niemand automatisiert Tausende erzeugt. Und Anfragen, die von einer fremden Website kommen, nimmt der Server nicht an.

Fachlich: Versuchsbegrenzung bei Anmeldung und Registrierung, Größenbegrenzung aller Anfragen, restriktive Sicherheits-Header, Prüfung der Aufrufherkunft.

Was wir mitschreiben

Wir halten fest, wann sich jemand angemeldet und wann jemand eine Unterlage angesehen hat – damit Sie es später nachlesen können. Was in Ihren Unterlagen steht, steht in keinem Protokoll.

Fachlich: Sicherheitsereignisse mit auf das Nötige reduzierten Metadaten, ohne Dokumentinhalte.

Das Backup

Ein Backup ist freiwillig und ab Werk ausgeschaltet. Wenn Sie es einschalten, wird es auf Ihrem iPhone verschlossen, bevor es zu uns kommt. Wir bekommen eine verschlossene Kiste und keinen Schlüssel dazu. Ohne Ihren Wiederherstellungsschlüssel geht sie nicht auf – von uns auch nicht.

Unterlagen am Computer ansehen

Nichts steht von allein im Netz. Sie schalten den Webzugriff in der App ein, die App zeigt Ihnen einen sechsstelligen Code, und den geben Sie einmal im Browser ein. Danach kennt genau dieser eine Browser Ihre Liste – kein anderer. Geschützte Vorsorgeunterlagen werden nie übertragen.

Die Unterlagen liegen so kurz wie möglich dort: Sie verschwinden in dem Moment, in dem Sie den Webzugriff abschalten, spätestens aber nach 24 Stunden. Jedes Ansehen und jedes Herunterladen steht in Ihrem Zugriffsprotokoll, mit Uhrzeit.

Fachlich: Verbindungscode mit Versuchsbegrenzung, sitzungsgebundene Freigabe, verschlüsselte Ablage mit Schlüssel aus der Serverkonfiguration. Was dieser Weg heute noch nicht leistet, steht unten unter „Was wir ausdrücklich nicht behaupten“.

Der Weg einer Unterlage zum Computer Erstens: Sie schalten den Webzugriff in der App ein. Zweitens: Die Unterlagen liegen verschlüsselt und höchstens 24 Stunden auf dem Server. Drittens: Nur der Browser, in dem Sie den Code eingegeben haben, zeigt sie an. Danach wird alles wieder gelöscht. 1 In der App einschalten 2 Verschlüsselt, höchstens 24 Stunden 3 Nur in Ihrem Browser
Es beginnt bei Ihnen – und es hört von allein wieder auf.

Eine Datei vom Computer in die App

Umgekehrt geht es auch: Sie laden am Computer etwas hoch – einen eingescannten Bescheid zum Beispiel – und holen es am iPhone in Ihre Akte. Die Datei wird dabei schon im Browser verschlossen, bevor sie losgeschickt wird. Der Schlüssel entsteht aus einem Freigabecode, den nur Sie sehen; ohne ihn bleibt die Datei zu. Nach 14 Tagen wird der Eintrag gelöscht.

Fachlich: Verschlüsselung im Browser, Schlüssel aus achtstelligem Freigabecode und kontogebundenem Geheimnis.

Wenn Sie Ihr Konto löschen

Dann ist es wirklich weg: das Konto, alle Anmeldungen, Ihre Entscheidungen zu Vertrag und Werbung und ein vorhandenes Backup. Nur was getrennt aufbewahrt werden muss – eine Supportanfrage zum Beispiel – folgt eigenen Fristen. Welche das sind, steht in der Datenschutzerklärung.

Was wir ausdrücklich nicht behaupten

  • Keine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung über alle Wege, solange das verschlüsselte Backup nicht vollständig geprüft ist.
  • Kein Ende-zu-Ende beim Webzugriff auf Unterlagen: Damit ein Browser eine Unterlage ohne zweiten Code anzeigen kann, muss der Server sie öffnen können. Sein Schlüssel liegt in der Serverkonfiguration und nicht in der Datenbank – eine entwendete Datenbanksicherung bleibt damit wertlos, der Betreiber selbst könnte mitlesen. Deshalb liegen die Unterlagen höchstens 24 Stunden dort, und jeder Abruf wird protokolliert.
  • Kein Ende-zu-Ende beim Weg vom Computer in die App: Der achtstellige Freigabecode ist kurz genug, dass ihn theoretisch auch der Betreiber durchprobieren könnte, weil er das kontogebundene Geheimnis verwahrt. Gegen Fremde schützt die Kombination, gegen uns selbst nicht.
  • Keine organisationsübergreifende Sicherheit für Pflegedienste, solange die Rollen- und Organisationsprüfung nicht produktiv ist.
  • Keine Zertifizierung und kein Prüfsiegel.
  • Keine Aussage darüber, wie sicher Ihr Gerät selbst ist. Bildschirmsperre und aktuelle iOS-Version bleiben Ihre Verantwortung.

Was noch aussteht – und woran Sie uns messen können

Vor der Verarbeitung echter Gesundheitsdaten im Regelbetrieb steht ein unabhängiger Penetrationstest sowie die abschließende rechtliche Prüfung von Datenschutzerklärung, Auftragsverarbeitung und Verarbeitungsverzeichnis. Das Ergebnis wird an dieser Stelle vermerkt – auch dann, wenn es unbequem ist.

Freigegebene Arbeitskopien für einen Pflegedienst werden bereits übertragen – verschlüsselt, befristet und jederzeit widerrufbar.

Die persönliche Akte bleibt davon unberührt auf dem Gerät.

Diese Website

  • Keine Cookies, keine Analyse, keine Einbindung fremder Dienste.
  • Keine externen Schriftarten. Verwendet wird die Schrift Ihres Geräts.
  • Alle Bilder liegen auf demselben Server.
  • Kein Kontaktformular, das Daten stillschweigend irgendwohin sendet.

Details in der Datenschutzerklärung.